Dienstag 17 September - 09h26 | FN Press / Stephanie Sieckmann

WM-Titel der Zweispänner gehen nach Ungarn, aber die Deutschen holen auch zwei Medaillen

Am Wochenende sind in Drebkau (Brandenburg) die Weltmeisterschaften der Zweispännerfahrer ausgetragen worden. Die Teilnehmer aus Ungarn präsentierten sich dabei in unschlagbar guter Form und holten sich Siege und Titel sowohl in der Einzelwertung wie auch mit der Mannschaft. Doch ganz leer gingen auch die deutschen Teilnehmer nicht aus. Die deutschen Zweispänner-Fahrer Lars Schwitte, Arndt Lörcher und Sandro Koalick haben bei ihrer WM im eigenen Land die Bronzemedaille gewonnen. Außerdem hat sich Lokalmatador Sandro Koalick in einem spannenden Herzschlag-Finale zusätzlich noch die Silbermedaille in der Einzelwertung sichern können.  

Der Titelverteidiger Martin Hölle aus Ungarn hatte die Dressur und das Gelände gewonnen und führte mit rund 15 Punkten Vorsprung. Sandro Koalick, der nicht nur für das deutsche Team eine Null-Runde liefern musste, sondern auch, um seinen zweiten Platz zu halten, behielt die Nerven und kam unter dem großen Jubel seines heimischen Publikums fehlerfrei ins Ziel. Danach fuhr der Ungar Martin Hölle in den Kegelparcours ein. Als schon drei Bälle am Boden lagen, rückte der WM-Titel doch noch in greifbare Nähe für Koalick. Denn dann lief auch noch die Uhr für die Zeitüberschreitung und Hölle kam mit 14,49 Punkten ins Ziel. So verteidigt er mit 148,81 Punkten in der Kombinierten Wertung seinen Weltmeistertitel vor Sandro Koalick mit 149,49 Punkten. „Sandro hat in allen drei Disziplinen hier super Leistungen gebracht, am Ende hat sogar nur noch eine Nuance zum Weltmeister-Titel gefehlt“, lobte Cheftrainer Karl-Heinz Geiger. „Die Pferde waren super, zuhause zu fahren ist immer schwieriger, aber ich habe die ganzen Zuschauer hier versucht auszublenden“, sagte der neue Vize-Weltmeister Sandro Koalick.

Mannschafts-Weltmeister wurden wie vor zwei Jahren die Ungarn (307,22), Silber geht an die Niederlande (310,32) vor Deutschland (312,55).

Quelle: FN Press

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