Donnerstag 12 Dezember - 11h17 | Stephanie Sieckmann

Grand Prix de Dressage - es geht noch kürzer

Seit Jahren feilen die Komitees an einer Optimierung des Grand Prix de Dressage. Nicht, damit er besser wird für Reiter und Pferd, sondern um die Dressur interessanter zu gestalten für die Zuschauer. Vor allem für jene, die keine Ahnung vom Reitsport haben. Rund sechs- bis siebenminütige Vorstellungen im Viereck scheinen das Publikum zu überfordern, das ist offensichtlich die Meinung. Anstatt darauf zu setzen, dass sich Pferdefreunde in die Dressur vertiefen und sich Kenntnisse aneignen, werden die Prüfungen verkürzt und durch die Sichtbarkeit der Bewertungen einzelner Lektionen darauf gesetzt, dass sich mehr Menschen an den Rand des Vierecks gesellen.

Im vergangenen Jahr wurde bei der London Olympia Horse Show  eine erste verkürzte Variante des Grand Prix getestet, die sich am Ende doch nicht durchsetzen konnte. In diesem Jahr gibt es - ebenfalls bei der London Olympia Horse Show - eine weitere neue Version, die als Test auf dem Programm steht. Erstmals wird ein Grand Prix de Dressage geritten, der ganze zwei Minuten kürzer ist und bei dem Pferd und Reiter nur noch rund 4,3 Minuten im Viereck unterwegs sind. Einige Lektionen werden nur noch ein Mal statt zwei oder drei Mal gezeigt. Der neue, kurze Grand Prix ist eine komprimierte Version, die aber so entwickelt wurde, dass die Pferde trotzdem nicht überfordert werden. Die Zeit, die eingespart wird, soll für Erläuterungen und Fragen an den Reiter genutzt werden. Damit soll die Dressur verständlicher und nachvollziehbarer werden. Bislang sind nur wenige von der Kurzfassung des Grand Prix begeistert. Es wird sich zeigen, wie der Testlauf in London bei Reitern, Trainern, Verantwortlichen und Zuschauern ankommt. 

 

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