Mittwoch 20 November - 15h41 | FN Press / Stephanie Sieckmann

Reining bleibt FEI-Disziplin


Die Zukunft der beiden Disziplinen Reining und Distanzsport wurde im Rahmen der Generalversammlung der FEI in Moskau gesondert besprochen. Dabei ging es unter anderem erst einmal um die Grundlagen. Dazu gehört auch, ob die beiden Disziplinen weiterhin zur FEI gehören sollen... Nach der angeregten Diskussion steht fest: Reining bleibt eine Pferdesport-Disziplin unter dem Dach des Weltreiterverbandes FEI. Dafür stimmten die Delegierten der FEI-Generalversammlung in Moskau (RUS) mit großer Mehrheit.

In letzter Minuten haben sich FEI und NRHA (National Reining Horse Association) auf ein Abkommen geeinigt und sicherten damit die Zukunft der Disziplin Reining unter dem Dach des Weltreiterverbandes. Dies hatte bis zuletzt auf der Kippe gestanden, da die FEI die formalen Regularien nicht mehr gegeben sah, um die Disziplin noch weiter zu betreuen. Nun gab es aber eine Einigung und die FEI-Generalversammlung beschloss mit großer Mehrheit, Reining als Disziplin zu halten. Der Vertrag gilt nun zunächst bis 2022, einschließlich der FEI-Weltmeisterschaft. Inhalt des Abkommens ist unter anderem, dass mit Hilfe eines Strategieplans über vier Jahre mehrere „Key Performance Indicators“ erfüllt werden müssen, damit die Disziplin in der FEI wächst. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Zahl der Reining-Veranstaltungen, der teilnehmenden Pferde und Aktiven im Vergleich zu 2018 um einen gewissen Prozentsatz wächst. Zudem wurden strategische Ziele ausgemacht, wie etwa, dass Tierschutz, ethische Grundsätze und Anti-Doping-Prinzipien von der NRHA anerkannt werden, dass der Verband eine klare Verantwortung für die Ausbildung von Aktiven und Offiziellen übernimmt und es bessere Angebote für die Jugend gibt. Soenke Lauterbach, Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), der als Delegierter vor Ort war, begrüßte das Abkommen ausdrücklich.

Für die zweite Disziplin, die besondere Gespräche und Maßnahmen erforderte, der Distanzsport, wurde per Abstimmung ein neues Regelwerk von der Generalversammlung beschlossen. 

Ein temporäres Distanz-Komitee war mit einer vollständigen Überprüfung des Regelwerks beauftragt worden. Dies ist in den vergangenen Monaten geschehen. „Der Status quo war eindeutig inakzeptabel. Es ist Zeit für Taten und nicht für mehr Worte. Unser Partner, das Pferd, zählt auf uns“, sagte FEI-Vizepräsident Mark Samuel zum Auftakt der Versammlung. Letztlich stimmten die Delegierten mit überwältigender Mehrheit für das neue Regelwerk, mit dem der Tierschutz stärker in den Fokus gerückt werden soll. Zum Beispiel sollen die Pferde längere Ruhezeiten zwischen den Ritten erhalten. Ein verändertes Qualifikationssystem soll dazu führen, dass nur Reiter und Pferde an Distanzritten teilnehmen, die den Anforderungen auch gewachsen sind. Außerdem wird es verstärkte Kontrollen bei Verletzungen von Pferden geben. „Das Wohlergehen des Pferdes ist unsere oberste Priorität und steht über dem Wettbewerb, über kommerziellen und geschäftlichen Interessen und bürokratischer Bequemlichkeit“, sagte Sarah Coombs, Vorsitzende des Komitees. „Jeder von uns ist an den Verhaltenskodex zum Wohle des Pferdes gebunden. Dies setzt voraus, dass wir das Pferd während und außerhalb des Wettbewerbs respektieren."
 

Quelle: FN Press 

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