Saab Top Ten - Dressursport der Superlative und eine dänische Siegerin

Credit : FEI /Roland Thunholm

Sonntag 01 Dezember - 17h43 | Stephanie Sieckmann

Saab Top Ten - Dressursport der Superlative und eine dänische Siegerin

Acht Reiter mit einem Ergebnis von über 80 Prozent, sechs Paare mit einer persönlichen Bestnote und eine dänische Championesse - so lautet die Kurzfassung der Saab Top Ten Prüfung in Stockholm. Siegerin Cathrine Dufour war nicht die einzige strahlende Reiterin. Am Ende waren alle Reiter glücklich. 

Das Saab Top Ten Finale wurde als Dressur-Prüfung der Spitzenklasse ins Leben gerufen. Die besten Drssurreiter der Welt treten gegeneinander an und bieten den Zuschauern der Sweden International Horse Show Ritte, die verzaubern. In diesem Jahr haben die Top Ten, die zehn besten Reiter der Dressurwelt, sich selbst übertroffen. Dabei waren es nicht die zehn besten der Weltrangliste, die in Stockholm antraten. Aus den USA reiste keine der qualifizierten Reiterinnen an und Dorothee Schneider, die eingeladen war, entschied sich für einen Start beim Weltcup-Turnier in Madrid. Doch das Resultat spricht für sich: Acht Reiter konnten mit ihren Pferden in der Kür Ergebnisse über 80 Prozent erzielen. Sechs Paare erzielten Noten, die höher waren als alle bisherigen Ergebnisse. Und was den Ausgang der Prüfung besonders spannend machte: Am Ende war die Siegerin nur einen Hauch besser. Die Entscheidung war spannend bis zur letzten Sekunde.

Strahlende Siegerin beim Saab Top Ten Finale der Dressurreiter war am Ende die Dänin Cathrine Dufour mit ihrem Routinier Atterupgaards Cassidy. Mit sagenhaften 89,445 Prozent verwies die Dänin Isabell Werth im Sattel von Weihegold (89,310) auf Platz zwei. Die Queen of Dressage, Isabell Werth, hatte mit der 14 Jahre alten Don Schufro-Tochter einen perfekten Grand Prix abgeliefert, den die fünf Richter mit 83,652 Prozent bewerteten. Damit ging der Sieg im Grand Prix an Isabell Werth. Die Dänin Cathrine Dufour belegte mit ihrem 16-jährigen in Dänemark geborenen Caprimond-Sohn Atterupgaards Cassidy Platz zwei (80,870) und verwies Jessica von Bredow-Werndl mit ihrer niederländischen Stute Zaire auf den dritten Rang (77,869).

In der Kür sah es zunächst nach einem weiteren Sieg für Isabell Werth aus. Alles gelang, Weihegold präsentierte sich in fantastischer Form. 89,31 Prozent sprachen für sich, doch am Ende gab es eine Reiterin, die dieses Ergebnis noch toppen konnte: Cathrine Dufour. Ihr Cassidy beeindruckte mit perfekten Galopp-Pirouetten, die zweimal die Note 10 erhielten. Auch für die Harmonie gab es mehr Zehnen als bei Werth und Weihegold. Am Ende war es eine denkbar knappe Entscheidung: Drei Richter sahen Dufour auf Rang eins: 89,455 Prozent. Für Dressurverhältnisse üppig fiel das Preisgeld aus: Dufour wurde mit 72.000 Euro belohnt, Werth mit 50.000 Euro.
"Ich bin super happy mit Weihe" versicherte Isabell Werth strahlend nach der Ehrehrunde. "Sie hat keine Fehler gemacht. Ich glaube das ist richtig guter Sport. Wenn die Entscheidung so knapp ausfällt, wird es spannend."

Patrik Kittel, der als Schwede nicht nur Teilnehmer war, sondern auch Lokalmatador war, konnte sowohl persönliche Bestleistung als auch neuen schwedischen Rekord erzielen. Sein Ergebnis mit Well Done de la Roche lautete 86,115 Prozent.

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