CSI-W Stuttgart: Pieter Devos macht's nochmal

Credit : (FEI/Lukasz Kowalski)

Sonntag 17 November - 19h48 | Stephanie Sieckmann

CSI-W Stuttgart: Pieter Devos macht's nochmal

Pieter Devos hatte beim Weltcup-Springen in Stuttgart die Siegerhosen an. im Sattel von Apart wiederholte der Belgier seinen Triumph aus dem Vorjahr und schnappte sich den Sieg und die volle Punktzahl. Dabei musste er gewaltig zittern. Philipp Weishaupt und Che Fantastica waren im Parcours fast zwei Sekunden schneller unterwegs. Doch am letzten Sprung fiel eine Stange....



Pieter Devos und sein 14-jähriger Wallach Apart (Larino x Burggraaf) haben am Wochenende zum zweiten Mal in Folge die Stuttgarter Etappe der Longines FEI Jumping World Cup ™ 2019/2020 in der Westeuropäischen Liga gewonnen. Die Nummer eins der Welt, der Schweizer Steve Guerdat musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Dahinter reihte sich der Sieger der vorangegangenen, vierten Etappe in Verona ein - der Brite Scott Brash. Philipp Weishaupt hatte den Sieg schon fast in der hand, musste sich aber aufgrund eines Abwurfs am letzten Sprung mit Platz fünf zufrieden geben. 

Insgesamt elf Paaren gelang es im Umlauf-Parcours des Weltcup-Springens von Stuttgart sich mit Nullrunden für das Stechen zu qualifizieren. Sieger Pieter Devos sagte nach seinem Erfolg über den Parcours von Parcoursbauerin Christa Jung: „Meiner Meinung nach war dies die bisher härteste Etappe der Serie. Sie bauen hier immer groß, es ist immer technisch und schwer, aber aufgrund der großen Arena und der sehr guten Bodenverhältnisse springen die Pferde gut.“

Als Dritter Starter im Stechen blieb Steve Guerdat mit Venard de Cerisy fehlerfrei und beendete den Parcours in 45,87 Sekunden. Der belgische Vorajahressieger Pieter Devos und sein Fuchs Apart starteten gut in den Parcours, doch Apart rutschte hinter der Mauer aus und verlor dabei wertvolle Sekundenbruchteile. Jetzt waren es aber nur noch drei Hindernisse bis zum Ziel. Und am Ende zeigte sich, dass die Zeit von Devos ausgereicht hatte, um Steve Guerdat auf den Platz zu verweisen. 

"Ich habe auf dem Monitor gesehen, wie Steve geritten ist und dachte, dass dies nicht mein Tag sein würde, weil er sehr schnell war! Und nach meinem Ausrutschen nach der Mauer dachte ich, ich wäre nicht schnell genug, aber als ich über die Ziellinie kam, war ich in Führung  - also bin ich sehr, sehr glücklich!"

Das vorletzte Paar machte es dann noch einmal so richtig spannend. Philip Weishaupt und Che Fantastica sorgten für eine atemberaubende Runde, die das heimische Publikum in Aufregung versetzte. Das Paar stürmte in 43,63 Sekunden zur Ziellinie, doch am letzten Sprung fiel eine Stange und statt Sieg gab es für Philipp Weishaupt am Ende Platz fünf. 

„Ich muss versuchen, es besser zu machen und beim nächsten Mal die Stangen im Stechen liegen zu lassen!“, scherzte Weishaupt anschließend. „„Heute wollte ich es unbedingt wissen, aber es sollte nicht sein! Vier oder fünf Monate lang hatte ich nicht so viele fehlerfreie Runden, deshalb wollte ich heute unbedingt gewinnen. Aber ich bin immer noch glücklich mit, sie ist großartig gesprungen! ", schwärmte der Reiter von seiner Stute.

Devos war begeistert von Apart. „Ich denke, er muss die Arena hier und das Stuttgarter Publikum mögen! Er hat sich letztes Jahr großartig hier gefühlt und auch dieses Jahr war er super!" Auch der Ehrenpreis für den Sieger sorgte für ein Strahlen bei Pieter Devos. „Meine Frau braucht ein neues Auto – sie wird glücklich sein, dass ich ihr eines mitbringe“, schmunzelte der Sieger und freute sich: „Ich bin sehr, sehr glücklich heute. Ich hatte nicht gedacht, dass es klappt – vor allem nach dem Ausrutscher nach der Mauer“. 

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