Dopingverdacht bei Nicole Walker - ist Kanadas Olympischer Startplatz in Gefahr?

Credit : FEI

Mittwoch 13 November - 11h43 | Stephanie Sieckmann / Lucas Tracol und PM

Dopingverdacht bei Nicole Walker - ist Kanadas Olympischer Startplatz in Gefahr?

Der Weltreiterverband FEI hat die kanadische Springreiterin Nicole Walker provisorisch gesperrt. Der Grund: Die Amazone wurde im Rahmen der Panamerikanischen Spiele in Lima positiv auf Benzoylexcgonine getestet, das Hauptmetabolit von Kokain ist und dementsprechend auf den Verzehr von Kokain hinweisen kann.   

Kanadas Springreiter sind in Aufruhr. Nicole Walker ist vom Weltreiterverband FEI vorläufig gesperrt worden, nachdem in der Doping-Probe, die bei ihr im Rahmen der Panamerikanischen Spiele in Lima (Peru) genommen wurde, Benzoylecgonin  gefunden wurde, das der wichtigste Metabolit von Kokain ist. Jetzt steht der Vorwurf des Dopings im Raum. Sollte sich der Verdacht nicht widerlegen lassen, besteht die Gefahr, dass Nicole Walker nachträglich bei den Panamerikanischen Spielen in Lima disqualifiziert wird. Dann würde ihr Ergebnis gestrichen und Kanada in der Folge seinen Startplatz bei den Olympischen Spielen in Tokio 2020 verliert. Denn Nicole Walker gehörte zu den Reitern der kanadischen Mannschaft, die bei den PanAm Games am Start war und sich dort die Qualifikation für Olympia sichern konnte. 

Die Positivkontrolle von Nicole Walker wird derzeit von der Sportorganisation Panam Sports untersucht. Wie die kanadische Tageszeitung The Globe and Mail schreibt, habe sich die Amazone laut Quellen, die der Untersuchung nahe standen, gegenüber Panam Sports verteidigt, indem sie erklärt habe, dass sie Maté de Coca getrunken habe, einen Aufguss aus Kokablättern, der in Südamerika weit verbreitet ist. So seien die Spuren von Kokain in den Analysen zu erklären.

Trotz der drohenden Gefahr, dass Kanada den oylmpischen Startplatz verliert, stehen Kanadas's Springreiter geschlossen hinter ihrer Team-Kollegin Nicole Walker. So zeigte unter anderem Eric Lamaze engen Schulterschluss mit der 26-jährigen Amazone: "Nikki war schon immer ein echter Profi. Ich habe ihre Fähigkeiten, ihre Disziplin und ihre Professionalität immer bewundert. Sie ist sehr fokussiert, ernsthaft und hat eine gewaltige Zukunft zu erwarten. Sie hat Kanada immer mit Ehre und Anstand vertreten." Genauso sieht es auch Ian Millar: "Ich bin ein großer Fan von Nikki Walker, die eine sehr ernsthafte und disziplinierte Reiterin ist. Mit sechzehn Jahren erregte Nikki meine Aufmerksamkeit. Instinktiv erkannte ich bei ihr ein gewisses Talent. Sie war sehr konzentriert, talentiert und hat mit Hingabe trainiert. Nikki trainierte hart. Sie stand heraus. Ich wusste, dass sie eines Tages Kanada stolz vertreten würde. Nikki hat sich mittlerweile zu einer sehr talentierten und professionellen Reiterin entwickelt. Es besteht absolut keine Chance, dass Nikki der Mannschaft oder sich selbst Schaden zufügt. Nikki hat nicht nur meine ganze Unterstützung und ich wäre stolz darauf gewesen, Kanada an ihrer Seite zu vertreten."

Sollte Kanada von den Panamerikanischen Spielen in Lima disqualifiziert werden, könnte die FEI das Ticket nach Tokio anders vergeben. Logisch wäre es, wenn Argentinien die Chance erhalten würde. Bei den Panamerikanischen Spielen in Peru war Argentinien das noch nicht qualifiziete Land, das hinter Kanada das nächstbeste Ergebnis brachte. Zur Erinnerung, Nicole Walker wurde Vierte imit der Mannschaft, aber auch in der Einzelentscheidung - dank ihres hervorragenden Pferdes Falco van Spieveld (Toulon x Lys de Darmen).

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