Zoff um Verlegung der Olympischen Disziplinen

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Montag 28 Oktober - 11h29 | Stephanie Sieckmann

Zoff um Verlegung der Olympischen Disziplinen

Die Olympischen Spiele 2020 in Tokio sind ein heiß diskutiertes Thema. Die zu erwartenden Temperaturen, die Ende Juli und Anfang August in der japanischen Metropole herrschen werden, sorgen aktuell für Zündstoff. Hatten gerade erst die Wettkämpfe in Katar dafür gesorgt, dass über zumutbare und unzumutbare Bedingungen nachgedacht wird, kamen schnell Vorschläge des IOC, die Abhilfe versprechen sollen. Doch die Regierung in Tokio stellt sich quer. 

Nach dem bei den Wettbewerben der Leichtathletik-WM in Katar aufgrund der Hitze mehrere Sportler kollabiert waren, regten sich Stimmen im Internationalen Olympsichen Komitee (IOC), die darauf hinwiesen, dass die Olympischen Spiele 2020 in Tokio ähnliche Bedingungen mit sich bringen könnten. Um Bilder von strauchelnden und kollabierenden Sportlern zu vermeiden, wurde vom IOC der Plan entworfen, einige Wettbewerbe, darunter auch den Marathon, ins nördlich gelegene Sopporo zu verlegen. Denn dort, rund 800 km weiter nördlich, sind die Temperaturen rund 5°C kühler. Dem IOC gefiel der Plan. 

Der Regierung von Tokio gefällt der Plan dagegen nicht. Zudem kritisierte Gouverneurin Yuriko Koike, das IOC habe sich nicht mit der Regierung von Tokio abgestimmt und eigenmächtig gehandelt. Koike hat sich gegen die Verlegungs-Pläne des IOC ausgesprochen. Wie sport1.de meldet, hat der Leiter der zuständigen IOC-kommission John Coates klar gemacht, diese Entscheidung sei unumstösslich. Die Regierung von Tokio beharrt ebenfalls auf ihrem Standpunkt. Ein in den japanischen Medien diskutierter Vorschlag, die Startzeit auf 3.00 Uhr nachts zu verlegen, könnte die Lösung sein. John Coates sieht dabei jedoch Probleme beim Transport und bei der TV-Übertragung. Für den 30. Oktober und 1. November ist eine Sondersitzung anberaumt, bei der die Entscheidung fallen soll. 

Quelle: sport.1.de

 

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