Rein deutsches EM-Podium dominiert die Meisterschaft

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Sonntag 25 August - 07h31 | Stephanie Sieckmann

Rein deutsches EM-Podium dominiert die Meisterschaft

Die deutschen Dressurreiterinnen waren bei der Europameistschaft in Rotterdam in allen Wettbewerben stark unterwegs. Doch in der Kür, in der Einzelmedaillen vergeben wurden, dominierten Isabell Werth, Dorothee Schneider und Jessica von Bredow-Werndl souverän. Die deutschen Reiterinnen waren eine Klasse für sich und vereinnahmten das Podium.

Enorme Leistungsdichte, enorm bewegungsstarke und ausdrucksstarke Pferde, technisch hoch anspruchsvolle Ritte - die deutschen Dressurreiterinnen lieferten sich bei der Kür im Stadion von Rotterdam einen Wettstreit, der für die Zuschauer einen sportlichen Höhepunkt nach dem anderen bereithielt. Jedes Paar hat andere Stärken, jedes Paar zeigte sich überragend. 
Jessica von Bredow-Werndl und TSF Dalera Easy Game x Handryk) legten mit einer brillanten Runde vor. Das Ergebnis von 89,107 Prozent zeigte, wie enorm hoch das Niveau in der Spitze des Teilnehmerfeldes bei dieser Europameisterschaft war. „Ich hätte mir nicht mehr wünschen können. Dalera hat nach dieser anstrengenden Woche heute Außergewöhnliches geleistet. Wir waren beide ein bisschen nervös, aber ich habe vor dem Start noch einmal tief durchgeatmet und dann war Dalera voll bei mir. Es hat sich phänomenal angefühlt“, sagte die 33-jährige Reiterin aus Bayern.
Nach der Filmmusik von La La Land, die zur Kür von Jessica von Bredow-Werndl aus den Lautsprechern drang, durfte das Publikum im Kralingse Bos den Auftritt von Isabell Werth mit Bella Rose zu Opernmusik genießen..Allein zwölf Mal fiel die Höchstnote Zehn für Piaffen, Passagen und Übergänge bei diesem Ritt. Das Ergebnis lautete am Ende 90,875 Prozent. „Ich bin so happy und stolz auf Bella Rose. Wie immer hat sie mir ein super Gefühl gegeben und wollte ihr Bestes geben“, sagte Werth, die ihr 20. EM-Gold gewann. „Das war heute ein harter Wettkampf, ganz großer und spannender Sport mit wahnsinnig vielen Höhepunkten.“ Die 50-Jährige zählt nun neun Einzel-Europameistertitel mit vier verschiedenen Pferden zu ihrer Sammlung. 
Gleich im Anschluss ritt die dritte deutsche Starterin ins Viereck. Dorothee Schneider und Showtime zelebrierten ihre Kür zu den Klängen von Queens „The show must go on.“ Der Wallach  passagierte durchweg für Noten zwischen 8.5 und Zehn, begeisterte mit Schmelz und einer unvergleichlichen Elastizität und war - nicht nur in den Augen von zwei der sieben Richter - einen Hauch vor Bella Rose.  „Ich habe überhaupt nicht auf die Ergebnisse der anderen geschaut. Als ich mit Showtime in die Arena kam und er das Publikum sah, sagte er mir: Lass‘ uns tanzen! Und dann haben wir getanzt.“ Am Ende lautete das Ergebnis für dieses Paar 90,571 Prozent. Damit waren die Medaillenplätze im deutschen Team vergeben: Isabell Werth -Gold, Dorothee Schneider - Silber, Jessica von Bredow-Werndl - Bronze. 

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